Die Kunst des Klebens: Wie wirken Kinesio-Tapes?

Sie sind elastisch, bunt und viele Sportler schwören darauf. Sie sollen Verspannungen, Schmerzen und auch Schwellungen vertreiben. Aber wie wirken die Tapes eigentlich? Und was sollte man dringend nicht nur bei der Anwendung beachten, sondern ganz grundsätzlich kritisch im Blick behalten? Wir haben 3 wichtige Fakten zum Kinesio-Tape, die Sie sicherlich noch nicht kannten, zusammengestellt und präsentieren 3 Alternativen, die Sie unbedingt kennen sollten.

Entwickelt vom japanischen Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase vor rund 40 Jahren, fanden die Tapes durch einen cleveren PR-Trick des Erfinders ihren Einzug zunächst in den Spitzensport. Seine Firma Kinesio spendete 2008, zu den Olympischen Spielen, Mannschaften aus 58 Staaten rund 50.000 Rollen Tape. Der Startpunkt für den Siegeszug der Klebebänder vom Spitzensport in die Regale der Drogerien und Supermärkte. Die Anwendungsform des Tapes kennt hierbei exakt zwei Pole: entspannen und spannen. Bei ersterem steht eine „detonisierende“, sprich Muskel entspannende Wirkung, im Vordergrund. Bei der umgekehrten Variante steht eine „Tonisierung“ im Fokus. Eine bewusste „Spannung“ des Muskels soll ihn, in seiner Bewegung, unterstützen. Darüber hinaus gibt es noch spezielle Formen wie Lymph-Tapes, die ausgehend von den Basispunkten der Lymphknoten in welliger Bewegung angebracht, den Lymphfluss verbessern sollen. Anders als häufig angenommen haben die Farbunterschiede übrigens nichts mit speziellen Wirkstoffen oder stärken zu tun. Ziel jeder Anwendung: Die Anhebung der obersten Hautschicht, sodass die Blutzirkulation und die Lymphe besser fließen können. So soll einerseits das verletzte Gewebe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden und gleichzeitig der Abtransport von Stoffwechselprodukten erleichtert werden. Zusätzlich soll die Reizung von Schmerzrezeptoren in der Haut gemindert werden. Die Wirkung der Bänder ist hierbei alles andere als wissenschaftlich belegt. In einer der neuesten Studien wollten spanische Forscher den Nutzen der Bänder nachweisen. Hierfür wurde eine Testgruppe von Rückenschmerz-Patienten exakt nach den Vorgaben des japanischen Erfinders beklebt. Gleichzeitig wurde eine zweite Testgruppe ebenfalls mit dem Tape versorgt – dies jedoch mit völlig zufälliger Anbringung. Das Ergebnis: Beide Patientengruppen fühlten sich nach der Behandlung besser und gaben an, unter weniger Rückenschmerzen zu leiden. Ob wirkungsvoll oder nicht folgende 3 Fakten sollte man grundsätzlich bei einer Kinesio-Tape Behandlung berücksichtigen:

  • Gemäß Stiftung Ökotest sind über 50% aller Kinesio-Tape Produkte mit halogenorganischen Verbindungen verunreinigt. Halogenorganische Verbindungen sind chemische Verbindungen aus Brom, Jod, Fluor und Chlor und eher aus dem Bereich der Lösungs- und Konservierungsmittel bekannt. Leider werden die Schadstoffe sehr gut vom Fettgewebe aufgenommen. Dort angekommen, können sie nur sehr schwer vom Körper abgebaut werden. Alle halogenorganischen Verbindungen haben hierbei ein sehr hohes nervenschädigendes Potential und einige stehen unter dem Verdacht krebserregend zu sein.
  • Kinesio-Tapes wirken nur äußerlich: Optimierte Blutzirkulation, verbesserter Lymphfluss und zumindest das subjektive Gefühl von Schmerzreduktion. Symptombehandlung ja, aber 0 Effekt auf Grundproblematiken wie Entzündungsauslöser.
  • Kinesio-Tapes können nicht bei offenen Wunden, Allergien oder akut durch Entzündungen gerötete und angeschwollene Stellen angebracht werden. Hinzu kommt: Durch das Tragen der Tapes über mehrere Tage hinweg, können auch Hautreizungen entstehen.

Dabei ist der Grundsatz der Tapes gut: Lymphfluss und Blutzirkulation anregen, durch Anspannungs- und Entspannungsimpulse mobilisieren. Was dabei außen vorbleibt ist jedoch: eine sinnvolle Unterstützung des Körpers von innen. Wer nicht nur Symptome, sondern Ursachen bekämpfen möchte und seinen Körper gezielt und wirkungsvoll beim Abbau von Entzündungsprozessen unterstützen will, setzt auf eine optimierte Nährstoffversorgung mit ungesättigten Fettsäuren (Omega-3) und Magnesium. Denn das hilft nicht nur in der akuten Situation, sondern wirkt auch präventiv.

Was man in den jeweiligen Schmerz-Situationen, on Top zum Tape oder als Einzelmaßnahme tun kann:

  • Der Schmerz ist schon da

Jetzt helfen natürliche Schmerzmittel wie Teufelskralle, Curcumin und Arnika. Mehr lesen Sie HIER.

  • Der Schmerz kommt immer wieder

Hier lautet das Motto: Entzündungsherde reduzieren. Das gelingt besonders gut mit einer basischen Ernährung mit einem hohen Omega-3 Anteil. Mehr dazu lesen Sie HIER

  • Der Schmerz fokussiert sich auf den Rücken und Nacken

Hier hilft ein ganzheitlicher Ansatz. Diesen haben wir in unserem gratis E-Book für mehr Beweglichkeit inklusive zahlreicher Soforthilfe-Tipps zusammengestellt. Gratis Download HIER.

Grundsätzlich gilt: Haben Sie für sich positive Erfahrungen mit dem Kinesio-Tape gemacht, behalten Sie die Praxis (ausgeführt von einem Profi) bei. Fragen Sie jedoch nach der Produkt-Zusammensetzung und schließen Sie so die Aufnahme von Schadstoffen aus. Ergänzen Sie die rein äußerliche Behandlung durch pflanzliche Powerstoffe mit hoher Bioverfügbarkeit, die aktiv gegen Entzündungsprozesse im Körper wirken.
Und: Setzen Sie auf eine sanfte Bewegung zur Rehabilitation und Regenerierung, aber auch als Präventivmaßnahme und zur Vorsorge.

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